Von der Kunst Pariserinnen zu küssen

Wer von Paris spricht, denkt dabei oft an die 'Stadt der Liebe'. Warum die Franzosen darüber nicht begeistert sind und wie man es schafft, ihr Herz zu gewinnen, beschreibt Alexander Guzewicz. Er lebt seit einigen Jahren in Paris und hat sich sofort in die Stadt verliebt. Abseits der üblichen Klischees beschreibt er sehr lebendig und mit einer Briese Selbstironie, wann man beispielsweise zu einem rendez-vous auftauchen sollte und wann es wieder Zeit ist zu gehen.

Darum geht es

Wenn wir Deutschen über unsere französischen Nachbarn nachdenken - was kommt uns da als Erstes in den Sinn? Rotwein und Käse? Baguette und Croissant? Parfum und Haute Couture? Vermutlich mindestens eines dieser Begriffe, die man alle mit dem Wort "Genuss" überschreiben könnte. Vielleicht denkt man aber auch an Froschschenkel und Schnecken, die man als Deutsche oder Deutscher möglicherweise nicht ganz so mit dem Wort "Genuss" assoziieren würde. Bringt man dann noch Paris mit ins Spiel, denken wir völlig selbstverständlich an die Stadt der Liebe, an romantische Plätze und Brücken, an die Seine und ganz sicher auch an den Eiffelturm.

Aber war es das schon, was die Franzosen ausmacht? Wie ticken die Franzosen und warum halten wir unsere Nachbarn bei einem Besuch in Paris vielleicht für arrogant und unfreundlich?

Alexander Guzewicz hat einige Jahre in Paris gelebt und kennt die französische Seele. In seinem Buch gibt er Tipps zum ganz persönlichen Erfolg der deutsch-französischen Freundschaft und verrät, wie man unsere Nachbarn für sich gewinnen kann.

Der Titel seines Buches "Von der Kunst Pariserinnen zu küssen" soll übrigens kein Hinweis auf die besten französischen Anmach-Sprüche sein, sondern spielt auf die Art der Begrüßung an. Die bises sind kleine angehauchte Küsschen, mit denen man Verwandte und Freunde begrüßt. Und das ist etwas, womit wir Deutschen uns wirklich schwer tun. Zunächst, weil wir so viel körperliche Nähe nicht gewohnt sind und auch, weil die Anzahl der bises je nach Region unterschiedlich ist und zu allem Überdruss auch noch auf verschiedenen Seiten damit begonnen wird. In Paris zum Beispiel beginnt man mit der linken Wange und gibt zwei bises, während man in der Provence rechts beginnt. Das alles ist so kompliziert und unübersichtlich, dass selbst die Franzosen manchmal durcheinander kommen. Ein findiger Kollege hat deshalb eine Homepage online gestellt, auf der er die Anzahl und den Beginn der Küsschen den verschiedenen Regionen zuordnet.

Natürlich beschreibt Alexander Guzewicz aber auch, welche Klischees, die wir mit den Franzosen verbinden, wirklich stimmen und welche nicht. Das Buch ist für jeden Frankreich-Fan ein Muss und eine witzige und kurzweilige Leselektüre für den nächsten Aufenthalt bei unseren Nachbarn. Wer es nicht so mit dem Lesen hat, kann sich auch ganz entspannt das Hörbuch auf der Fahrt in den nächsten Urlaub anhören.


Inhalt

Prolog
Statistik
Wohnung
Bank
Zahlen
Sommer
Genuss
Verkehr
Medizin
Savoir-vivre
Medien
Feiertag

Hörprobe

Leseprobe

Wenn man am Nachmittag in Deutschland durch das Fernsehprogramm zappt, landet man früher oder noch früher unwillkürlich bei einem Sender, der gerade über Deutsche berichtet, die auswandern, oder von denen, die es nicht geschafft haben und wieder zurückkommen.

Man könnte beinahe den Eindruck gewinnen, dass ganz Deutschland auf den Beinen ist, um auszuwandern. Laut Statistischem Bundesamt waren es 2010 tatsächlich 670.606 Menschen, die es ins Ausland gezogen hat. Wenn man den Reportagen im Fernsehen glauben darf, schaffen es längst nicht alle, dabei Fuß zu fassen oder ihren Traum zu verwirklichen.

Woran liegt das?

Keine Ahnung.

Die Leute, die ich kenne, haben sich gründlich darauf vorbereitet, ins Ausland zu ziehen.

Allein in Paris leben schätzungsweise 50.000 Deutsche. Die meisten davon in Saint-Cloud, einer etwa zehn Kilometer entfernten Vorstadt von Paris. Diese Ballung hängt offensichtlich mit der Deutschen Schule zusammen, die sich dort befindet.

Was ich aber bei diesen ganzen Auswanderern vermisse, ist die Auseinandersetzung mit dem Gastland, bevor man dorthin zieht, oder auch, bevor man es bereist.

Die meisten nehmen einen Stadtführer zur Hand und besichtigen den Eiffelturm und Mont St. Michel, und glauben dabei, schon alles über Frankreich zu wissen. Wenn ich dann noch in einem Forum für Auswanderer lese "Paris reimt sich auf Paradies", läuft es mir kalt den Rücken hinunter.

Schön ist auch, wenn in irgendwelchen amerikanischen Kitschfilmen das Flair von Paris vermittelt werden soll und jemand irgendwo vor einer Fototapete mit dem Eiffelturm sitzt und die Häuser ganz und gar nicht pariserisch wirken. Die Autos haben dann womöglich noch nicht einmal französische Kennzeichen, oder, wie ich es letztens erst wieder gesehen habe, den angeblichen Pariser Stadthäusern sind Treppenaufgänge vorgelagert, wie man sie aus New York kennt.

Außerdem wird in Deutschland immer wieder gerne das Bild vom ›typischen Franzosen‹ gezeichnet, der natürlich eine Baskenmütze trägt und ständig mit einer Zigarette im Mund und einem Baguette unterm Arm durch die Straßen läuft.

Ist es aber wirklich so einfach?

Manchmal habe ich den Eindruck, dass wir Deutschen (wie amerikanische Filmproduzenten offenbar auch) es gar nicht so genau wissen wollen.

Schließlich essen wir das Schnitzel mit Jägersoße ja nicht nur in Deutschland, sondern wollen es mit deutschem Bier auch überall auf der ganzen Welt herunterspülen.

Und dabei gibt es eigentlich viel zu entdecken.

Frankreich ist anders als Deutschland.

Es gibt hier sicher kein Besser oder Schlechter, aber die kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Unterschiede sind mal zum Vorteil des einen und mal zugunsten des anderen.

Hier werden sie einander gegenübergestellt.

Sie haben nun die Gelegenheit, die Eigenarten der Franzosen mit denen der Deutschen aus einer ganz persönlichen Sicht zu vergleichen.

Entscheiden Sie selbst, was Ihnen hier oder dort besser gefällt.

Aber Vorsicht: Es ist nur die halbe Wahrheit.

Die Stadt ist in ständiger Bewegung. Was heute noch stimmen mag, kann morgen schon wieder ganz anders sein.

Vielleicht gibt es auch Details, die mir nicht aufgefallen sind, die aber Ihnen auffallen werden, wenn Sie diesen Schritt in eine andere Welt wagen.

Andere Welt? Hört sich das nicht etwas zu pathetisch an?

Nein. Obwohl wir so nah beieinander wohnen und unsere beiden Nationen ja bekanntlich eine große Freundschaft verbindet, lebt jeder auf seiner Seite der Grenze ein eigenes, ganz anderes Leben. Mitten in Europa gibt es unzählige Beweise dafür, dass die EU noch nicht alles vereinheitlichen konnte.

Und hoffentlich wird sie das auch nie können.

Viel Spaß beim Lesen.

Ihr Alexander Guzewicz

  • Hörbuch (download)

    978-3-939984-50-4

    1. Auflage

    117 Minuten (ungekürzt)

    5,99 EUR [D] UVP
    5,99 EUR [A] UVP


  • Höbuch (Audio-CD)

    978-3-939984-51-1

    1. Auflage

    117 Minuten (ungekürzt)

    15,99 EUR [D] UVP
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  • Softcover

    978-3-939984-70-2

    5. Auflage

    128 Seiten

    9,00 EUR [D]
    9,30 EUR [A]


  • mobi

    978-3-939984-71-9

    5. Auflage

    128 Seiten

    5,99 EUR [D] UVP
    5,99 EUR [A] UVP


  • ePUB

    978-3-939984-72-6

    5. Auflage

    128 Seiten

    5,99 EUR [D] UVP
    5,99 EUR [A] UVP


Über Alexander Guzewicz

Alexander Guzewicz ist in der Nähe von Heidelberg aufgewachsen und hat dort eine juristische Ausbildung beim Land Baden-Württemberg absolviert. Er hat schon sehr früh, im Alter von fünfzehn Jahren, mit dem Schreiben begonnen. Alexander Guzewicz lebt und arbeitet heute in Berlin.

Lesen Sie das Interview mit Alexander Guzewicz

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Über Guido Zimmermann

Guido Zimmermann ist Jahrgang 1961 und im baden-württembergischen Schwetzingen geboren. Der studierte Schauspieler und Beitragsprecher ist einem breiten Publikum von seinen Fernsehauftritten u.a. in »Der Dicke«, »Das Duo« und »Küstenwache« bekannt. Er ist außerdem die ›unsichtbare‹ Stimme Fritz Walters in »Das Wunder von Bern« sowie zahlreicher Werbespots im Fernsehen.

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